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Die Grösste, kurz vor Schluss

Die Grösste, kurz vor Schluss

Keine Schweizerin und kein Schweizer hat im Fussball mehr erreicht als Ana-Maria Crnogorčević – sie gewann drei Champions-League-Titel, ist Rekordnationalspielerin und Rekordtorschützin. Nun befindet sie sich in ihrer letzten Saison.

Von Christof Gertsch (Text) und Ronja Burkard (Bilder)

Der grösste Moment in Ana-Maria Crnogorčevićs Karriere? Es wäre leicht, wenn es nur einen gäbe.

Vielleicht ist es der 30. März 2022, als 91 553 Menschen ins Camp Nou strömten, mehr als je zuvor bei einem Fussballspiel von Frauen. Barcelona traf auf Real Madrid, und in der 72. Minute kam eine Frau aus dem Berner Oberland aufs Feld im grössten Stadion Europas, das an diesem Abend rot und blau leuchtete. Drei Wochen später war es wieder voll, noch ein paar Hundert mehr, diesmal gegen Wolfsburg; sie spielte von Beginn an, bereitete das 2:0 vor, Barcelona zog in den Champions-League-Final ein.

Vielleicht ist es der 18. Juli 2025, zu Hause in Bern, als am Nachmittag 25 000 Menschen vom Bundesplatz durch die Altstadt zum Wankdorf zogen, der grösste Fanmarsch, den eine Frauen-Europameisterschaft je gesehen hatte, und am Abend das Stadion ausverkauft war, 29 734 Zuschauerinnen und Zuschauer, die Schweiz gegen die Weltmeisterinnen aus Spanien. Das Heimteam verlor. Hinterher bedankte sie sich beim Publikum mit glasigen Augen, und man sah, wie die Enttäuschung im Lauf der Minuten in Stolz überging.

Vielleicht ist es aber auch der 14. Mai 2015 in Berlin, der erste Champions-League-Titel, mit Frankfurt gegen Paris Saint-Germain, als der Frauenfussball noch eine andere Welt war: zwei Trikots mussten für die ganze Saison reichen, die Wäsche wusch man selber, und von der Prämie für den grössten Titel im europäischen Klubfussball blieben nach Abzug der Steuern 900 Franken.

Oder steht der grösste Moment noch bevor? Nächsten Sommer, die Weltmeisterschaft im Land des Fussballs?

Ana-Maria Crnogorčević läuft über Holzpodeste in einem Raum mit einfallendem Sonnenlicht.

Bild: Ronja Burkard 

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Warum Ana-Maria Crnogorčević nach drei Champions-League-Titeln in Barcelona im Hotel sass und weinte – jetzt Frau Müller Issue 4 bestellen und lesen.

 

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